Dienstag, 15. Juni

Liebe Leserinnen und Leser,

Natürlich kann man sich darüber streiten, ob es noch nicht einmal am Ende der Pandemie gleich wieder mit Fußball weiter gehen muss. Die Europameisterschaft hat jedenfalls begonnen, am Freitag  sah man 22 junge Männer herzergreifend die Hymnen von Italien und der Türkei singen und die Italiener haben auch noch drei Tore geschossen. Heute greift die deutsche Mannschaft ins Geschehen ein und hat es mit Weltmeister Frankreich zu tun. Der Fußball ist wie eine Art Lagerfeuer, um das sich die halbe Welt versammelt, um miteinander etwas Gemeinsames zu haben, an dem man sich wärmen kann. Diese Wärme tut gut, und wir wünschen sie uns natürlich auch in anderen Bereichen. Aber schon der Apostel Paulus wollte in seinem ersten Korintherbrief nicht ganz ohne die Bezüge zum Sport auskommen, weswegen er das Boxen und das Laufen als olympische Disziplinen anspricht, um ihren Sportsgeist auch auf die Verkündigung des Evangeliums zu übertragen (1. Kor, 9, 24ff).  Hoffen wir, dass mit dem Großereignis Europameisterschaft so etwas wie das Ende der Pandemie eingeläutet werden kann und bald auf noch viel mehr Bereichen unseres Lebens, die Dinge wieder normal laufen werden, oder man zumindest anknüpfen kann, damit manches so, oder sogar ein bisschen anders, vielleicht ja auch bewusster und gehaltvoller, vor sich geht. Zeit wäre es nach nun beinahe eineinhalb Jahren. Doch eben dieser Paulus weiß seine Korinther auch zur Geduld zu mahnen und damit herauszufordern, bloß keinen Blödsinn zu machen. Höchste Konzentration ist also angesagt und von der spricht ja auch unser Jogi Löw immer so schön in seiner eigenen Art.

Herzliche Grüße: Ihr Pfarrer Wolfgang Schmidt